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DROHNENTECHNOLOGIE IN OSTAFRIKA
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Veranstaltungsdatum: 23. Juni 2020

Anmeldeschluss: 23. Mai 2020

Webinar: Marktentwicklung, Rahmenbedingungen und Geschäftschancen
für deutsche Unternehmen im Bereich Drohnentechnologie in Ostafrika

Am 23. Juni 2020 veranstaltet enviacon international im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Webinar zu der Verwendung von Drohnen in Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda. Es handelt sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

 

Das Webinar richtet sich an exportinteressierte oder auf neue Märkte bzw. neue Marktsegmente zielende KMU.

Ziele des Webinars:

  • Hintergrundinformationen über den Absatzmarkt

  • Präsentationen von Experten über Trends, Handelsbedingungen, rechtliche Bestimmungen, technische Voraussetzungen, Verfahren, Praxisberichte von deutschen Unternehmen vor Ort u. v. m

  • Networking

Marktinformationen

Die Wirtschaft Kenias ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), die größte in Südost- und Zentralafrika. Das BIP ist in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten überdurchschnittlich gewachsen. Kenias Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % gestiegen und betrug nominal knapp 80 Mrd. USD (Platz 68 der Welt) sowie pro Kopf 1.702 USD (Platz 147). Ein Großteil entfällt auf die Bereiche der Landwirtschaft und der Dienstleistungen. Dadurch ist Kenia attraktiv für New-Tech-Unternehmer, die Drohnen sowie damit verbundene Dienstleistungen in Bereichen wie Geotechnik und Landwirtschaft anbieten.

Die Vereinigte Republik Tansania zählt zur Kategorie der Entwicklungsländer und befindet sich am Indischen Ozean in Ostafrika. Das Land genießt eine hervorragende strategische Lage in der Mitte von Ostafrika und grenzt an Kenia und Mosambik sowie an sechs weitere Binnenstaaten. Die Wirtschaft des Landes verzeichnet seit mehr als zehn Jahren ein konstantes Wachstum. Mit über 55 Mio. Einwohnern zählt Tansania zu den bevölkerungsreichsten Ländern Ostafrikas, wobei mehr als 66 % der Bevölkerung in ländlichen Gebieten lebt. Da hier unzureichend Infrastruktur für eine reibungslose Logistik vorhanden ist, arbeitet die Regierung bereits mit Unternehmen zusammen, um Logistikdrohnen zu nutzen.

Die Republik Ruanda ist mit einer Ausdehnung von 26.340 km² etwas kleiner als das Bundesland Brandenburg und liegt in Ost-/Zentralafrika umschlossen von den Nachbarstaaten Burundi, Tansania, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Das Land zählt etwa 12,5 Mio. Einwohnern und gehört trotz Entwicklungsschub in den letzten Jahren zu den Entwicklungsländern. In Ruanda gab es bereits ein bestpractice Beispiel für Drohnen im Bereich Medizin: Eine Firma hat Blutkonserven in abgelegene Gebiete mit Hilfe von Drohnen, ausgeliefert. Außerdem sind hier ein System zum Luftverkehrsmanagement für Drohnen, ein Kompetenzzentrum für Ausbildung und Zertifizierung sowie der Einsatz von Drohnen zur Bekämpfung der Wilderei in Nationalparks in Planung.

Mit einer Fläche von etwa 241.550 km² ist Uganda etwa so groß wie die Bundesrepublik vor 1990 und hat dabei 42 Mio. Einwohner. Das ugandische Wirtschaftswachstum ist stabil mit jährlich zwischen drei und fünf Prozent. Die Regierung nutzt Drohnen zur Überwachung der Sicherheitslage in einigen Teilen des Landes. Außerdem werden mit Drohnen, im Rahmen humanitärer Überwachung von Konfliktregionen, Konflikte zwischen Geflüchteten und Aufnahmegemeinschaften in Flüchtlingslagern überwacht. Außerdem ist der Einsatz von Drohnen beispielsweise für Boden- und Feldanalysen, Pflanzanalysen, Pestizidabdrift, Pflanzenüberwachung, Bewässerung und Pflanzengesundheitsanalysen für die Landwirtschaft geplant.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Die vier Zielländer umschließen teils schlecht erreichbare, rurale Gebiete und gerade aufgrund ihrer schwach ausgebauten Infrastruktur, gibt es viele Einsatzmöglichkeiten für Drohnen. Wie schon im Beispiel Uganda und Ruanda können sie als Lieferdienste trotz der infrastrukturellen Einschränkungen schnell Waren transportieren. Vor allem im Bereich medizinische Vorsorge können so schwere Lieferwege umgangen werden. Außerdem können der Tierbestand und die Landschaft sowie zivile Konflikte und Bevölkerungsentwicklungen mit den Drohnen überwacht werden. Ein anderer wichtiger Punkt ist der Bereich der Landwirtschaft, wo Drohnen zu Bewässerung, Schädlingsschutz, Bodenproben, Düngung und zur Überwachung der Pflanzengesundheit eingesetzt werden können. Die Zusammenarbeit und Lieferung der Drohnentechnologie erfolgt über die jeweiligen Luftfahrtbehörden und die Regierung. Zusätzlich werden in den Ländern Consulting-Leistungen zur Erstellung von Drohnen-Regularien und Gesetzen, benötigt.

Da der Markt für Drohnen in allen vier Ländern kaum erschlossen ist, gibt es Bedarf in vielen Bereichen. Insbesondere bei:


• Überwachung von Infrastruktur
• Transport von Gütern
• Einsatz in der Agrarwirtschaft, Feld- und Pflanzenpflege
• Anwendung bei Sicherheitsaufgaben


Technologien, die Infrastruktur und die allgemeine wirtschaftliche Lage der ostafrikanischen Länder verbessern, werden zunehmend nachgefragt. Damit öffnet sich ein großer Markt für Drohnentechnologie sowie damit verbundene Dienstleistungen.

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Ziel des Webinars ist es, Unternehmen die für einen erfolgreichen Einstieg in diesen Markt notwendigen fachbezogenen Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Unternehmen sollen auf den konkreten Markteinstieg bzw. das Auslandsengagement vorbereitet werden. Dazu werden den Teilnehmern ziellandspezifische, allgemeine sowie branchenspezifische Informationen zu Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda vermittelt. Besonderer Fokus liegt dabei auf den Marktzugangs- und Absatzmöglichkeiten für deutsche Unternehmen im Bereich Drohnentechnologie. 

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Die Teilnahme an dem Webinar ist kostenlos. Anmeldeschluss ist der 23. Mai 2020.

Lara Bolhuis

Managing Director

Tel.: +49 30 814 8841-29

bolhuis@enviacon.com

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