DIGITALE GESCHÄFTSANBAHNUNG TÜRKEI INDUSTRIE 4.0, DIGITALISIERUNG UND MODERNISIERUNG IM PRODUZIERENDEN GEWERBE
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Digitale Geschäftsanbahnung im Bereich Industrie 4.0, Digitalisierung und Modernisierung im produzierenden Gewerbe im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms

Veranstaltungszeitraum: 14. - 18. September 2020

Anmeldeschluss: 15. Juli 2020 

+++ Update: Aufgrund der aktuellen globalen  Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) werden zentrale Bestandteile der Geschäftsanbahnungsreise (individuelle Geschäftstermine, Marktbriefing, Präsentationsveranstaltung) als Webinare über Konferenztools organisiert. +++

Vom 14. bis zum 18.09.2020 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine digitale Geschäftsanbahnung im Bereich Industrie 4.0, Digitalisierung und Modernisierung im produzierenden Gewerbe zum Zielmarkt Türkei durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Projektpartner ist das türkische Beratungsunternehmen FMConsulting. Während der fünftägigen Maßnahme erhalten deutsche Unternehmen über verschiedene Webinare einen umfassenden Einblick in konkrete, branchenspezifische Geschäftsmöglichkeiten in der Türkei und lernen in individuell organisierten Video- und Telefonterminen mögliche künftige Geschäfts- und Kooperationspartner kennen. Das vielseitige Programm bietet branchenspezifische Daten und Fakten zum Zielmarkt sowie individuell zugeschnittene Informationen und Geschäftstermine. 

 

Teilnahmebedingungen und Format der Reise

Ziel der Geschäftsanbahnungsreise ist es, deutsche Unternehmen bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung neuer Absatzmärkte und der internationalen Positionierung zu unterstützen. Die Geschäftsanbahnung richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Industrie 4.0-Branche und anverwandten Teilbranchen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm umfasst eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in der Türkei, darunter:

  • lndividuelle Termine: Für die teilnehmenden Unternehmen werden im Vorfeld der Geschäftsanbahnung individuelle B2B-Termine mit ausgesuchten potenziellen Geschäftspartnern und Auftraggebern in der Türkei vereinbart und digital durchgeführt.

  • Zielmarktanalyse: Die teilnehmenden deutschen Unternehmen erhalten im Vorfeld eine eigens für die Veranstaltung erstellte Zielmarktanalyse über die Branche in der Türkei.

  • Präsentation: Bei der Präsentationsveranstaltung in Form eines Webinars stellen sich die deutschen Unternehmen individuell mit einem Kurzvortrag einem ausgewählten ausländischen Fachpublikum vor, das aus Vertretern von Unternehmen, Verbänden, und staatlichen Institutionen besteht. Damit wird die Leistungsfähigkeit der deutschen Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 demonstriert.

  • Networking: Auf Wunsch können die Kontaktdaten der türkischen und deutschen Teilnehmer im Nachgang ausgetauscht werden. Ziel ist es, die zukünftige Markteinführung vor Ort in der Türkei voranzutreiben.  

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Marktinformationen

Industrie 4.0 ist der nächste wichtige Schritt in der Entwicklung moderner Produktion und der Wirtschaft. Intelligente Produktionsprozesse und innovative Elemente wie Big Data, Cloud-Anwendungen, Internet of Things und Künstliche Intelligenz sollen die Produktion steigern und Kosten senken. Auch die Türkei hat erkannt, dass Industrie 4.0 ein Weg sein kann, um die wirtschaftliche Dynamik zu verändern und den Weg für einen Strukturwandel frei zu machen.

 

Seit Anfang 2000 hat die Türkei Strategien entwickelt, um wettbewerbsfähig zu bleiben und qualitative Produkte für den Export zu entwickeln. Trotzdem liegt die Türkei im globalen Wettbewerb hinter den großen Industrienationen. Die Produktion beschränkt sich vor allem auf Güter, bei deren Produktion nur wenig bis mittelmäßig viel technologisches Know-how benötigt wird. Qualitativ hochwertige Hightechprodukte sind kaum dabei, mit einem Anteil von nur 3,5 % des Exportes. Von den 500 erfolgreichsten türkischen Unternehmen sind nur 3,2 % in der Hightechbranche tätig.

 

Die Einfuhr von Hightechprodukten steigt seit 2010 stetig an, der Export hingegen nur gering. Der Einsatz von Industrie 4.0- Prozessen dürfte die Chancen der Türkei erhöhen, auch diesen Anteil zu steigern. Außerdem soll dadurch das bei circa 10.000 USD stagnierende BIP pro Kopf gesteigert werden und die Türkei die „Middle-Income-Trap“ verlassen.

 

Um ihre Pläne in die Tat umzusetzen, muss die türkische Industrie allerdings eine umfassende Digitalisierung durchführen. Dies ist bisher nur in vereinzelten Industriebranchen geschehen. In einigen Sektoren wird laut der staatlichen Anstalt für Wissenschaft und Technologieforschung sogar noch nach Industrie 2.0 produziert. Hier wäre also noch eine auf Computern basierende Automatisierung erforderlich.

 

Ein weiteres Problem ist das fehlende Fachpersonal, um die geplante Digitalisierung und Industrie 4.0-Anwendungen durchzuführen. Auch hierfür planen Unternehmen und Regierung Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Durch die guten Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei haben deutsche Unternehmen gute Chancen, die türkischen Unternehmen an den Bereich Industrie 4.0 heranführen zu können. Türkische Firmen können von der Expertise deutscher Unternehmen profitieren und relevante Produkte abnehmen. Außerdem können deutsche Unternehmen die Sensibilisierung für diese Art der Industrie in der Türkei stärken. Zusätzlich könnte das Label „Made in Germany“ die Rahmenbedingungen für Produkte und Methoden zum Thema Industrie 4.0 maßgeblich beeinflussen.

Informationsflyer und Anmeldeunterlagen:

Laura Lehmann 

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